Kaymer und Cejka in der Spitzengruppe

Als Martin Kaymer den Adler auf der Brust betrachtete, waren sein blutender Finger und das durchwachsene Runden-Ende rasch vergessen. “Ich bin so stolz, hier für Deutschland zu spielen”, sagte der Top-Golfer nach seiner ersten olympischen Runde in Rio de Janeiro: “Das ist das tollste Erlebnis meiner Karriere.”

Während Kaymer mit seiner 69er-Runde als Elfter noch Luft nach oben hatte, schoss sich der furiose Routinier Alex Cejka mit 67 Schlägen auf den vierten Rang. Die Führung übernahm zunächst überraschend der Australier Marcus Fraser (63), dessen Runde auch Kaymer beeindruckt haben dürfte.

Nach Ryder Cup jetzt Olympia-Gold?

Den prestigeträchtigen Ryder Cup hat der 31-Jährige mit dem europäischen Team bereits dreimal gewonnen, dazu zwei Major-Siege eingefahren. Das eigene Land aber “beim größten Event der Welt zu vertreten”, sagte Kaymer nach seiner 69er-Runde, “ist etwas ganz Besonderes. Es ist einfach schön, Teil einer solch großen Gruppe mit faszinierenden Sportlern zu sein.”

Ein paar davon begleiteten ihn am Donnerstag auf seiner Runde. Handball-Legende Heiner Brand etwa war “begeistert und beeindruckt” von Kaymers Vorstellung, der deutsche Fahnenträger und passionierte Hobbygolfer Timo Boll sagte ganz fachkundig: “Weil viele Top-Stars fehlen, sind Martins Chancen besser denn je. Er ist richtig heiß.” Vor allem zu Beginn.

Vier Birdies bei nur einem Bogey auf den ersten fünf Löchern sprachen für sich. Und auch wenn auf den zweiten neun Bahnen zu einem weiteren Birdie zwei Schlagverluste hinzukamen, hatte Kaymer Kontakt zu den Medaillenrängen. Sein Start war daher ein Fingerzeig, eine Botschaft an die Konkurrenz: Liebe Freunde, auch mit mir ist hier zu rechnen!

Thomas Müller drückt die Daumen

Verbissen oder gar nervös war Kaymer, der sich mit seinen forschen Ansagen im Vorfeld des ersten Olympia-Turniers seit 112 Jahren selbst am meisten unter Druck gesetzt hatte, überhaupt nicht.

“Ich bin hier, um eine Medaille zu holen”, hatte er getönt. Vor allem die erste Hälfte gab der selbstbewussten Einschätzung Recht. Drei, maximal vier Schläge misslangen dem Rheinländer, trotz einer blutigen Blase am Finger.

Aus der Heimat drückte auch Thomas Müller die Daumen. Er hoffe, dass Kaymer “seine Form, die er in den letzten Wochen und Monaten gezeigt hat, auch jetzt vier Tage in Folge bringen kann”, sagte der Fußball-Weltmeister vom FC Bayern – warnte aber vor zu hohen Erwartungen: “Wer schon mal Golf gespielt hat, der weiß, dass 18 Loch schon lang sind – und vier Mal 18 Loch ohne Fehler zu spielen, das ist wirklich sehr tough.”

Olympisches Feeling beflügelt Martin Kaymer

Vor Ort in Brasilien schritten Brand, Boll und Co. begeistert wie kleine Jungs durch das Gelände, um Kaymer auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Die Sportgrößen waren dabei nur zwei von unzähligen deutschen Anhängern, die den Medaillenaspiranten auf seiner Runde begleiteten.

Schwarz, Rot und Gold waren die Farben, welche die Grüns beherrschten – Kaymer bedankte sich für die Unterstützung mit gutem Golf und der ein oder anderen Nettigkeit.

Mal drückte er einem Fan den Ball in die Hand, mal klatschte er einfach nur ab. Das olympische Feeling, es schien ihn zu beflügeln. “Hier herrscht eine unfassbare Stimmung. Für mich ist es sehr wichtig, das alles aufzusaugen und in positive Energie umzuwandeln. Dann kann ich angreifen”, sagte Kaymer vor seiner Runde. Er hielt (größtenteils) Wort.

Alex Cejka überzeugt mit mutigem Golf

Attacke lautete auch die Devise von Routinier Alex Cejka, dem zweiten deutschen Starter im 60 Mann starken Feld. Weil es in Rio de Janeiro nur um die Medaillen gehe “und es egal ist, ob man 15. oder Letzter wird”, ging der 45-Jährige mit einer anderen Einstellung als sonst an den Abschlag.

“Ich werde viel aggressiver spielen”, sagte er. Unter anderem mit seinen drei Schlaggewinnen auf den letzten drei Löchern belegte er das eindrucksvoll.

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Olympiasieger Rose springt in Top Ten

Dank seiner Goldmedaille bei den Olympischen Spielen ist der Brite Justin Rose in der Golf-Weltrangliste in die Top Ten zurückgekehrt. Im am Montag veröffentlichten Ranking kletterte der 36 Jahre alte US-Open-Sieger von 2013 mit 5,9860 Durchschnittspunkten gegenüber der Vorwoche vom zwölften auf den neunten Rang.

Ungefährdet an der Spitze liegt weiterhin der Australier Jason Day (14,0277), der offiziell aus Sorge vor dem Zika-Virus auf seinen Start in Brasilien verzichtet hatte. 

Deutschlands Top-Star Martin Kaymer (Mettmann) verbesserte sich nach Platz 15 in Rio um eine Position auf den 49. Rang. Der Münchner Alex Cejka, 21. beim Comeback des olympischen Golfturniers nach 112 Jahren, kletterte vom 119. auf den 116. Rang.

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Hole in One! Rose schreibt Geschichte

Dem britischen Golfer Justin Rose ist bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro das erste Hole in One gelungen.

Auf der Bahn vier, für die drei Schläge einkalkuliert werden, lochte der 36-Jährige aus England den Ball aus 175 Metern Entfernung direkt vom Abschlag ein.

Die zahlreichen Zuschauer am Grün feierten den Traumschlag mit lauten Sprechchören. Rose, der 2013 die US Open gewann, staunte zunächst über seinen sensationellen Schlag und klatschte anschließend lachend mit seinem Cady ab.

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Furyk mit Rekord, Cejka stark

Alex Cejka glänzt, Jim Furyk zeigt eine Show der Extraklasse. Beim PGA-Turnier in Cromwell/Connecticut hat der Münchner Golfprofi Cejka bei seiner Olympia-Generalprobe am Sonntag eine starke 65er-Schlussrunde gespielt und sich um 22 Plätze auf Rang elf verbessert. Es gewann der Schotte Russell Knox mit insgesamt 266 Schlägen.

Der frühere US-Open-Sieger Jim Furyk schrieb derweil Golf-Geschichte. Dem 46 Jahre alten Amerikaner gelang auf dem Par-70-Kurs auf der letzten Runde eine 58. Niemals benötigte ein Spieler zuvor auf der US-Tour weniger Schläge.

Furyk hielt auch alte Bestmarke

Die bisherige Tour-Bestmarke lag bei 59 Schlägen und wurde bislang sechsmal erreicht. Einmal von Furyk selbst, der 2003 mit dem Sieg bei den US-Open seinen einzigen Major-Titel feierte.

 Zwei anderen Profis war zuvor bei anderen Serien eine 58 gelungen. Der Deutsche Stephan Jäger schaffte dies Ende Juli dieses Jahres bei der Ellie Mae Classic im Rahmen der zweitklassigen Web.com Tour genauso wie der Japaner Ryo Ishikawa bei der The Crowns im Zuge der Japan Golf Tour.

Durch seine außergewöhnliche Leistung auf der Schlussrunde katapultierte sich Furyk in Cromwell nun von Rang 70 auf Platz fünf.

Der ebenfalls gut aufgelegte Cejka vertritt mit Martin Kaymer, Sandra Gal und Caroline Masson in dieser Woche die deutschen Farben beim Olympia-Comeback seiner Sportart in Rio de Janeiro. Das Herrenturnier findet vom 11. bis 14. August statt, die Damen schlagen vom 17. bis 20. August ab.

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Cejka fällt leicht zurück

Golfprofi Alex Cejka (München) ist bei seiner Olympia-Generalprobe auf der dritten Runde leicht zurückgefallen.

Beim PGA-Turnier der US-Tour in Cromwell/Connecticut spielte der 45-Jährige auf dem Par-70-Kurs eine 69 und und lag mit insgesamt 206 Schlägen im Vergleich zu Freitag um neun Positionen auf den 33. Platz zurück.

Als Spitzenreiter mit drei Schlägen Vorsprung auf ein Trio geht der US-Amerikaner Daniel Berger mit insgesamt 195 Schlägen auf die Schlussrunde am Sonntag.

Ab 11. August in Rio am Start

Gemeinsam mit Martin Kaymer (Mettmann), Sandra Gal (Düsseldorf) und Caroline Masson (Gladbeck) vertritt Cejka in der kommenden Woche die deutschen Farben beim Olympia-Comeback seiner Sportart in Rio de Janeiro. Das Herrenturnier findet vom 11. bis 14. August statt, die Damen schlagen vom 17. bis 20. August ab.

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Kaymer glückt Generalprobe für Rio

Martin Kaymer reist mit Rückenwind zu den Olympischen Spielen nach Rio.

Zwar verpasste Deutschlands Top-Golfer bei der US PGA Championship seinen dritten Majortriumph, der 31-Jährige kletterte nach einer starken Schlussrunde (66) und insgesamt 272 Schlägen aber noch auf den geteilten siebten Platz.

Nach einer mäßigen dritten Runde war Kaymer von Rang sechs auf den geteilten 15. Rang abgestürzt.

Sieger im Baltusrol Golf Club wurde Jimmy Walker, der sich auf dem Par 70-Kurs mit einem Gesamtergebnis von 266 durchsetzte. Der Amerikaner krönte seine starke Leistung an allen vier Turniertagen mit seinem ersten Majorsieg. Der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Jason Day aus Australien musste sich mit Platz zwei begügen.

Kaymer, der 2010 die PGA-Championship als erster Deutscher gewinnen konnte, verbuchte als Siebter sein bestes Ergebnis bei einem Major seit seinem Sieg 2014 bei den US Open. Durch seine starke Vorstellung meldete der Deutsche auch beim europäischen Ryder-Cup-Kapitän Darren Clarke seine Ansprüche auf eine Wildcard an.

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Kaymer stark – Streb mit Rekordrunde

Der deutsche Golf-Star Martin Kaymer hat bei der US PGA Championship weiter alle Chancen auf einen Sieg. Der 31-Jährige blieb beim vierten und letzten Major der Saison auf dem Par-70-Kurs einen Schlag unter Par und liegt nach der zweiten Runde mit insgesamt 135 Schlägen auf dem geteilten sechsten Rang.

“Eine Par-Runde zu spielen wäre auch gut gewesen, aber dadurch, dass ich unter Par geblieben bin, konnte ich den Schwung der ersten Runde mitnehmen”, sagte Kaymer, der sich eine Woche vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) in exzellenter Form befindet: “Ich freue mich einfach auf die nächsten Runden. Ich habe dieses Turnier bereits gewonnen und weiß daher, wie befriedigend es ist, hier gut zu spielen.”

Die Führung teilen sich die beiden US-Amerikaner Jimmy Walker und Robert Streb, die jeweils 131 Schläge auf dem Konto haben. Der 29-jährige Streb sorgte dabei für ein echtes Highlight: Mit einer 63 stellte er den Rundenrekord bei einem Major ein.

Möglicherweise wäre sogar ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen, doch ein Bogey beim 16. Loch verhinderte dies. Insgesamt stand Streb bei acht Birdies, sein US-Rivale Walker ließ einer starken 65 zum Auftakt eine nur minimal schwächere 66 folgen.

Auch Kaymer, der das Turnier 2010 gewonnen hatte, spielte auf konstant hohem Niveau. Auch von zwei Bogeys auf den ersten drei Löchern ließ sich der ehemalige Weltranglistenerste aus Mettmann bei schwierigen Bedingungen nach starken Regenfällen nicht vom Kurs abbringen – im Gegenteil: Mit drei Birdies auf den letzten vier Löchern sicherte er sich seine gute Ausgangssituation für die finale Phase des mit 10 Millionen US-Dollar dotierten Turniers in Springfield.

Vorjahressieger Jason Day (Australian) brachte sich derweil mit einer starken 65 in Stellung und ist mit zwei Schlägen Rückstand auf Walker und Streb gleichauf mit dem Argentinier Emiliano Grillo (beide 133 Schläge) Dritter. Knapp dahinter liegt US-Star Jordan Spieth mit 137 Schlägen als 13. in Lauerstellung.

Eine ganze Reihe prominenter Spieler scheiterte dagegen am Cut: Sowohl für Rory McIlroy (Nordirland/143) als auch für Sergio Garcia (Spanien/145) und Dustin Johnson (USA/149) ist das Major bereits zur Halbzeit beendet.

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Golf-Idol kritisiert Topstars

Südafrikas Golf-Idol Gary Player sagt dem Golfsport eine unbestimmte olympische Zukunft voraus, wenn sich das Spielformat nicht ändert.

Der neunmalige Major-Gewinner, einer der größten Golfer aller Zeiten, erklärte vor dem Olympia-Comeback seiner Sportart in Rio: “Alle Sportarten bei Olympia werden schnell abgewickelt, man will keine langwierigen Vorrunden. Du willst Matchplay oder Vierer, die man in weniger als vier Stunden spielen kann.”

In Rio de Janeiro werden die Turniere der Männer und Frauen wie auch überwiegend auf ihren weltweiten Touren in vier Runden gespielt. “Das ist ein schwerer Fehler”, sagte der 80-jährige Player dazu. Das Matchplay-Format verspricht dagegen deutlich mehr Spannung, weil dort im K.o.-System gespielt wird.

Wenig Verständnis hat Player, der weltweit 165 Turniersiege feierte, für die vielen Golfprofis, die auf eine Olympia-Teilnahme verzichtet haben, so wie die Top 4 der Herren-Weltrangliste: Jason Day (Australien), Dustin Johnson, Jordan Spieth (beide USA) und Rory McIlroy (Nordirland).

“Sie wollen Golf nicht promoten, sie verstehen nicht, wie glücklich sie sind, sie wissen nicht, was die Olympischen Spiele für den Sport bedeuten”, sagte Player, der sich einen Olympia-Start sehnlichst gewünscht hätte: “Ich hätte alles dafür gegeben, bei Olympia zu spielen. Ich wäre sogar hierhin gerudert.”

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Bach: Kein Olympia-Preisgeld für Golfer

IOC-Präsident Thomas Bach will die Olympischen Spiele für hochbezahlte Golfer durch Preisgelder nicht attraktiver machen. Zuletzt hatten mehrere Top-Golfer vorgeblich aus Angst vor dem Zika-Virus ihre Teilnahme an den Spielen in Rio (05. bis 21. August) abgesagt.

“Die Spiele sind nicht dafür da, Golfspieler, die Einkommen im zweistelligen Millionenbereich über das Jahr hin erzielen, mit den Olympischen Spielen noch ein klein wenig reicher zu machen”, sagte Bach laut FAZ in einem Telefongespräch mit mehreren deutschen Zeitungen.

Generell zahlt das IOC für Olympia-Teilnehmer kein Preisgeld. Allerdings werden 90 Prozent aller Einnahmen an die olympische Bewegung (Weltverbände, NOKs etc.) abgeführt. Das Finanzierungsmodell der Spiele sei ein Solidaritätsmodell, betonte Bach: “Das heißt ein Modell, das gerade auch Sportlern zugutekommen kann, die mit ihrem Sport nicht Millionen außerhalb der Olympischen Spiele verdienen können.”

Gleich mehrere Top-Golfer wie der Weltranglistenerste Jason Day (Australien) oder die Nordiren Rory McIlroy und Graeme McDowell haben ihre Teilnahme für Rio abgesagt. Sie hätten Angst vor einer Ansteckung mit dem Zika-Virus, das vor allem für schwangere Frauen eine Gefahr darstellt, hieß es. 

Bach wird die Absage-Welle nicht gefallen haben, weil das Ansehen des olympischen Golfturniers darunter leidet. “Dass es nicht zur Attraktivität des Golf-Turniers beiträgt, liegt auf der Hand”, hatte der IOC-Chef gesagt.

Golf gehört in Rio erstmals nach 102 Jahren Pause wieder zum olympischen Programm und dürfte schon jetzt für die Überprüfung zur weiteren Teilnahme im Anschluss an die Sommerspiele in Tokio 2020 einige Minuspunkte gesammelt haben.

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Kaymer verspielt letzte Siegchance

Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer hat am dritten Tag bei Gegenwind seine ohnehin nur noch vagen Chancen auf den Sieg bei der 145. British Open im schottischen Troon endgültig verspielt.

Der 31-Jährige aus Mettmann kam am Samstag auf dem Par-71-Küstenkurs mit einer 74 ins Klubhaus und rutschte auf dem Leaderboard mit 213 Schlägen vom elften auf den 18. Platz ab.

“Der Wind kam heute von vorne links. Das hat auch das Putten schwierig gemacht”, sagte Kaymer. Mit einer Runde von fünf oder sechs Schlägen unter Par hätte der ehemalige Weltranglistenerste vielleicht noch in die Entscheidung eingreifen können.

Kaymer guter Dinge

Doch trotz der vergebenen Chance wirkte Kaymer nicht frustriert, im Gegenteil. “Wenn ich morgen unter Par bleibe, dann sind die Top 10 noch möglich”, sagte Kaymer, der 2010 mit Platz sieben sein bislang bestes Open-Ergebnis erzielt hatte.

An der Spitze entbrannte unter dem Jubel der begeisterten Zuschauer ein packender Zweikampf zwischen den gemeinsam gestarteten Phil Mickelson (USA) und Henrik Stenson (Schweden). Am Ende lag BMW-Open-Sieger Stenson, der in Troon endlich sein erstes Major gewinnen möchte, mit 201 Schlägen einen Schlag vor Mickelson, der das älteste noch ausgespielte Turnier 2013 bereits einmal gewonnen hatte.

Mickelson zeigte unter grauem Himmel zwischenzeitlich glänzendes Golf. Der fünfmalige Major-Gewinner rettete sich mit herausragenden Schlägen immer wieder aus misslichen Situationen und verteidigte damit lange Zeit seine Spitzenposition. Bogeys an der 13 und 17 kosteten den Linkshänder dann aber die Führung, Stenson nutzte die kurzzeitige Schwäche des Konkurrenten eiskalt aus.

Der Rest des Feldes spielt voraussichtlich nur noch um Platz drei. Den belegt vor der Schlussrunde Bill Haas mit sechs Schlägen Rückstand auf Stenson.

Große Moral nach Bogey-Serie

Martin Kaymer war mit Bogeys an der 2 und 3 denkbar schlecht ins Wochenende gestartet. Doch der zweimalige Majorsieger bewies große Moral und kämpfte sich mit drei Birdies wieder in Reichweite der Top 10 zurück.

Auf den zweiten neun Löchern jedoch kam es für den einzigen deutschen Teilnehmer knüppeldick: Bogey an der 10, Doppel-Bogey an der 12 sowie Bogeys an der 15 und 17. Den freien Fall konnte Kaymer dann jedoch an der 18 mit dem Schlaggewinn stoppen.

“Die zweiten neun Löcher waren extrem schwierig, durch den Wind sehr lang”, sagte Kaymer, der sich ein wenig über seine Vorstellung an Loch 12 ärgerte: “Das war ein schlechter Abschlag, dann kamen drei Putts dazu. Das hat mir eine gute Platzierung versaut.”

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